Geschichte der Stabskompanie

Eingang zum Stab PzGrenBrig 17 - (C) Fricke
Eingang zum Stab - © Fricke

Die Geschichte dieser Kompanie ist direkt mit den Geschehnissen der Brigade verbunden.

Die Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 17 wurde am 02.02.1959 aus Teilen der Kampfgruppe A3, A6 und B6 aus HAMBURG und NEUMÜNSTER in der BOEHN-KASERNE in HAMBURG aufgestellt. Die Stabskompanie unterstützt den Brigadekommandeur und die Offiziere des Stabes unmittelbar bei der Erfüllung ihrer Führungsaufgaben. Sie stellt in der Stabsgruppe das Personal und Material für die Brigadegefechtsstände Haupt und Rück. Die Erkundungsgruppe der Stabskompanie, unterstützt durch die Kraftfahrzeuggruppe, gewährleistet die Erkundung und Sicherung der Gefechtsstände und stellt Verbindungsorgane durch Krad-Melder.

Der Fernmeldezug richtet die Fernmeldeverbindungen ein und betreibt sie zu den vorgesetzten Kommandobehörden und zu den Verbänden und Einheiten der Brigade. Die Kompanie versorgt die Gefechtsstände in jeder Hinsicht und setzt dazu einen Sanitätstrupp, die Nachschubgruppe und den Instandsetzungstrupp für die Kraftfahrzeug- und Fernmeldeinstandsetzung ein.

Zur Stabskompanie zählen außerdem mehrere Truppenentstrahlungs- und Entgiftungstrupps, die für den Bereich der
gesamten Brigade die Entgiftung von Personal, Fahrzeugen und anderem Material nach einem Einsatz von ABC-Kampfstoffen gewährleisten sollen. Von 1963 bis 1972 war der Panzerspähzug in die Stabskompanie eingegliedert, anschließend wurde er als selbständiger Panzerspähzug 170 aus der Stabskompanie herausgelöst. Inzwischen befand sich der Panzerspähzug - seit dem 01.04. 1982 mit dem Spähpanzer LUCHS ausgerüstet - in EUTIN und war dort dem Panzeraufklärungsbataillon 6 unterstellt.

Am 16.12.1988 schlossen die Soldaten des Stabes eine Patenschaft mit der 1. Kompanie der Jutlandbrigade (Fredericia, Dänemark). Als besonders herausstechende Ereignisse sind die Hilfeleistungen im Jahre 1962 bei der schweren Hamburger Sturmflut und 1979 bei der großen Schneekatastrophe, wo Teile in Hamburg und dem angrenzenden Kreis Stormarn eingesetzt waren.

Zur Erfüllung ihrer Einsatzaufgaben standen der Stabskompanie 290 Soldaten sowie 90 Rad- bzw. Kettenfahrzeuge zur Verfügung.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde schnell klar, dass die Brigade, die zu Großteilen innerhalb von Städten disloziert war, aufgelöst werden würde. Als letzte Teileinheit wurde die Stabskompanie am 25.03.1993 aufgelöst.