Chronik Instandsetzungskompanie 170

Instandsetzungsarbeiten am Kampfpanzer Leopard 1 in der Graf Goltz Kaserne Hamburg
Instandsetzungsarbeiten am Kampfpanzer Leopard 1 in der Graf Goltz Kaserne Hamburg

Die Geschichte der Instandsetzungskompanie 170 geht zurück auf den 01.07.1959, als die damalige 3. Kompanie des Versorgungsbataillons 176 in der BOEHN-Kaserne aufgestellt wurde. Im Februar 1968 erfolgte die Verlegung der Kompanie von der BOEHN-Kaserne in die GRAF-GOLTZ-Kaserne.

Bei der Auflösung des Versorgungsbataillons 176 am 01.10.1972, erfolgte gleichzeitig die Umbenennung der 3. Kompanie in Instandsetzungskompanie 170. Die 1. Kompanie des Versorgungsbataillons 176 wurde zum Teil in die Nachschubkompanie 170 integriert. Aus der 2./VersBtl 176 entstand als Geräteeinheit die Sanitätskompanie 170.

Die 4./VersBtl 176 bildete den Grundstein für die Nachschubkompanie 170, in diese Kompanie wurde auch der Ersatzteilzug der 3./VersBtl 176 eingefügt. Im Laufe der Jahre hatten sich in der Gliederung der Instandsetzungskompanie mehrere Änderungen ergeben, 1980 bestand die Kompanie aus 10 Teileinheiten und hatte insgesamt 162 Soldaten und 15 zivile Mitarbeiter.

83 der Soldaten und 9 der zivilen Mitarbeiter waren in der Instandsetzung der Panzer, LKW und Waffen der Brigade
gewerblich tätig. Die anderen Soldaten der Kompanie leisteten als Fernmelde- und Führungspersonal sowie in der Ersatzteilversorgung, im Wartungstrupp, im Sanitätstrupp und in der Bergegruppe ihren Dienst.

Die Kompanie bildete seit dem 01.03.1984 auch 4 zivile Lehrlinge zum KFz-Mechaniker aus. Im Jahre 1983 wurden ca. 300 Kettenfahrzeuge und 450 Radfahrzeuge der Panzergrenadierbrigade 17 instand gesetzt. Dafür waren ca. 74.000 Arbeitsstunden aufzubringen, die bei einem zivilen Arbeitslohn von ca. DM 48,- pro Stunde mit ungefähr DM 3,4 Mio zu berechnen wären. Zusätzlich wurden an zivile Werkstätten in Hamburg Instandsetzungsaufträge im Wert von etwa DM 250.000,- vergeben. Im Laufe eines Jahres werden ca. 130 Soldaten entlassen, die durch neu ausgebildete Wehrpflichtige und Zeitsoldaten aus verschiedenen Grundausbildungseinheiten ersetzt werden. Dies hat eine ständige Neueinweisung der neu zuversetzten Soldaten in den Arbeitsablauf zur Folge.

Neben dem Instandsetzungsauftrag hat die Kompanie -wie jede andere Bundeswehreinheit auch- den ständigen Auftrag, ihre Soldaten in den allgemeinen militärischen Ausbildungsgebieten wie z.B. Kampfausbildung, Schießen und Innere Führung auszubilden. Dies geschah in erster Linie während der jährlichen Truppenübungsplatzaufenthalte. Darüberhinaus sind Feldwebeldienstgrade im Rahmen der fachlichen Weiterbildung vor allem zu KFz-Meistern und Industriemeistern ausgebildet worden.

Die Kompanie wurde zum 30.0.1992 aus der Panzergrenadierbriagde 17 entlassen und dem InstBtl 6 zugeschlagen. Letzteres wurde im Zuge der Umgliederung der Bundeswehr zum Instandsetzungsbataillon 166 umgegliedert und komplett in der Rantzau-Kaserne in Boostedt disloziert. Somit existierte es letztlich bis zu seiner Auflösung im März 2015.