Trave-Kaserne

Eingang der Trave-Kaserne (2009 - Sören Kuhrt)
Eingang der Trave-Kaserne (2009)

Die Trave-Kaserne in der Hansestadt Lübeck war Heimat vieler Pioniertruppenteile der 6. Panzergrenadierdivision. So auch für die Panzerpionierkompanie 170, die Panzerpionierkompanie 180 und das Pionierbataillon 61.

Die im Nordosten der Hansestadt Lübeck gelegene Kaserne wurde vor dem zweiten Weltkrieg gebaut. Nähere Informationen zu Nutzungen vor dem Krieg bis zur Aufstellung der Bundeswehr liegen nicht vor.

Nach der Wiederaufstellung der Bundeswehr wurde Lübeck neben Plön zu einem Standbein der Pioniertruppe im nördlichsten Bundesland. Die örtlichen Übungsmöglichkeit in Form des Wasserübungsplatzes TEERHOFINSEL und dem Truppenübungsplatz WÜSTENEI, der bis 2014 durch die Bundeswehr genutzt werden wird, ließen sich sowohl die landgebundenen Übungen als auch Brückenbau und Überwinden von Gewässern leicht und standortnah üben.

Der Abzug der Bundeswehr und die Aufgabe des Trave-Kaserne im Jahre 1993, die ihren Namen aus dem durch Lübeck fließenden Fluss bezog, wurde hier eine Außenstelle der Bundesanstalt für Ausländerangelegenheiten eingerichtet. Zeitweise waren in Lübeck fast 800 Flüchtlinge untergebracht, die auf ihr Asyl in Deutschland warteten. Ende 2009 lebten nur noch rund 240 in Lübeck, die nach Neumünster umgesiedelt wurden, als dieser Standort geschlossen wurde. 

Im ehemaligen technischen Bereich haben unter anderem die Lübecker Busbetriebe ihr neues Hauptquartier bezogen, einzelne Unterkunftsgebäude sind an Firmen vermietet / verkauft und wurden entsprechend umgebaut.

In der Zwischenzeit wurden die meisten Unterkunftsgebäude in Wohngebäude umgebaut.